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Digitalisierung

Jeder spricht über Digitalisierung, dieses Buzz-Word ist nicht nur aktuell omni-präsent, es hält sich nun auch seit geraumer Zeit und es wird uns wohl noch lange begleiten und dies aus gutem Grund. Denn die Digitalisierung ist nichts wirklich Neues, sie begleitet uns bereits seit mehreren Jahrzehnten. Im Grunde wird durch diesen Begriff die Umwandlung von analogen in digitale Prozesse beschrieben. Dabei beschleunigt die Digitalisierung unser Leben permanent und es ist noch kein Ende abzusehen. Viele Auswirkungen sind nicht immer sofort sichtbar und manche Effekte nicht immer gewünscht.

Man hat festgestellt, dass in Australien bei 22 Millionen Einwohnern täglich 440 Millionen Zugriffe auf „Mobile Devices“ erfolgen. Das bedeutet 20 Zugriffe auf unterschiedlichste Applikationen, wie Mails, Chat, Wetter, usw., Kinder, Greise und Netzverweigerer mit eingeschlossen. Insofern haben Mobile Devices unser Leben in den vergangenen 15 Jahren massiv verändert und wir dürfen davon ausgehen, dass das Ende der möglichen Anwendungsfälle noch lange nicht erreicht worden ist.

Noch bauen wir an Insellösungen, doch die komplette Vernetzung unseres täglichen Lebens wird in den nächsten Jahren deutlich vorankommen. Spannend ist zu beobachten, dass dabei immer neue Geschäftsmodelle entstehen, die nicht mehr darauf angewiesen sind, die Werte zu besitzen, mit denen sie ihr Geld verdienen; dazu gehören Anbieter wie Airbnb, die ohne Immobilien die Vermietung organisieren, Uber, die Taxifahrten ohne ein einziges Taxi vermitteln, Alibaba, die nicht ein einziges Produkt auf Lager haben und unzählige andere; dies ist nur mit der Digitalisierung möglich geworden, indem man Geschäftsideen durch die Automatisierung von Geschäftsprozessen umgesetzt hat. Die Macht, die die neuen Unternehmen innerhalb kürzester Zeit bekommen, bedrohen oft das originäre Geschäftsmodell der zuvor arrivierten Geschäfte; gut ist dies beim Buchhandel, dem Einzelhandel und in der Taxi-Branche zu beobachten.

Für Unternehmen, die bereits sehr lange am Markt existieren, bedeutet das nichts Gutes. Ihre Aufgabe besteht darin, bestehende Prozesse zu digitalisieren und darüber hinaus mit innovativen Ideen neue Geschäftsfelder aufzuschließen, um flankierend das Bestandsgeschäft abzusichern. Und die Zeit dafür ist jetzt; ein Scheitern in diesem Bestreben führt sehr wahrscheinlich zu einem Niedergang des bisherigen Kerngeschäfts (die Hälfte der Top 500 Unternehmen aus dem Jahr 2000 sind heute nicht mehr am Markt).

IoT

Lauscht man Stammtisch­gesprächen zum Thema IoT wird gerne wird das Beispiel des sprechenden Kühlschranks bemüht. In der Tat ist dies ein möglicher Anwendungsfall und wenngleich wir selbst in einer Beziehungskrise nicht mit einem Kühlschrank sprechen wollen, so wird uns unser Kühlschrank tatsächlich sehr bald mitteilen, welche Lebensmittel er genau beherbergt und welche davon ihr Mindest­haltbarkeits­datum erreicht oder gar überschritten haben. Danach ist es nur ein Katzensprung zu unterschiedlichsten Anwendungsbeispielen: wir wollen beispielsweise ein Gericht für Freunde kochen, geben das Rezept in eine App ein und bekommen dann mitgeteilt, welche Zutaten wir bereits daheim haben und was wir auf dem Nach-Hause-Weg noch einkaufen müssten. Da wir aber ohnehin immer spät dran sind, beauftragen wir den Lieferservice des örtlichen Lebensmittel­einzelhandels direkt mit der Lieferung der fehlenden Zutaten. Selbstverständlich sind wir ohne Probleme in der Lage, Auswertungen über unsere Essgewohnheiten auf der Basis von Tag/ Woche/ Monat/ Jahr zu fahren, denn wir haben ja die Daten; selbst beim Arztbesuch können wir diese Information mitnehmen und Indikationen für Umstellungen unserer Lebensmittel bekommen, insofern wir das nicht gleich von einem Internet-Portal oder einer App erledigen lassen.

IoT funktioniert ausschließlich auf der Basis von digitalen Daten. Die Analyse und Weiterverarbeitung unterliegt dann Geschäftsprozessen, die in der Regel ebenfalls digital implementiert wurden. Striped Giraffe unterstützt hier in unterschiedlichsten Bereichen, angefangen von Konzepten zum richtigen Edge-Computing, über die Speicherung und das Management der Daten (Data Lake, DWH), bis hin zu Auswertungen und intelligenten Lösungen (Apps, BI, Marketing, etc.).

IIoT

IoT in der Industrie verändert Produktionsabläufe, Kommunikation und Geschäftsprozesse der Unternehmen massiv. Wir gewinnen Informationen über Maschinen, die wir in der Produktion einsetzen, um rechtzeitig auf Wartung und Ersatz von Komponenten reagieren zu können. Gleichzeitig melden unsere Produkte in Zukunft Umgebungs-, Nutzungs- oder Betriebsdaten an uns zurück um entsprechende Prozessver­besserungen bei der Produktion direkt im Engineering oder in der Produktion einfließen lassen zu können. Eine zentrale Rolle spielen Sensoren und Sensordaten, die die Datenbasis für die Automation und selbstlernende Maschinen liefern. Mit den gewonnenen Daten ist man sogar in der Lage „predictive analytics“ einzusetzen und Entscheidungs­trägern Planungssicherheit zu geben.

IIoT ist ein Kernbaustein der Industrie 4.0. Die Bereitschaft zur Einführung und die richtige Umsetzung entscheidet über den Erfolg von Morgen.

Data Mining & Big Data

Im Jahr 2015 gab es 95% der Daten, die wir in 2017 zur Verfügung hatten, noch nicht. Diese Entwicklung verläuft exponentiell und ist schlicht dadurch bedingt, dass immer mehr Quellen Daten emittieren werden.

Im Zuge der Digitalisierung fallen enorme Mengen an Daten an. Diese müssen effizient abgespeichert und weiter verarbeitet werden. Striped Giraffe arbeitet mit den neuesten Technologien, um Abspeicherung und Zugriff so schnell und effizient wie möglich zu realisieren. Wir beherrschen die wichtigsten Systeme am Markt, wie Oracle, Cloudera, SAP Hana, NoSQL-Systeme wie Mongo-DB, um nur einige zu nennen. Dabei sind wir immer neugierig auf neue Konzepte und Technologien, um der wachsenden Datenmengen Herr zu werden.

Unternehmen brauchen verlässliche Informationen aus diesen Daten, um strategische Entscheidungen treffen zu können. Deshalb bieten wir die Einbindung von KPIs in Anwendungen wie Tableau, QlikView uvm. an.

AI / KI

Wenn wir über künstliche Intelligenz sprechen, entsteht dabei häufig die Vorstellung, dass Maschinen den Menschen ersetzen; das lässt der Phantasie und den damit verbundenen Ängsten freien Lauf. Tatsächlich ist dies unbegründet. Wenn wir heute von KI / AI sprechen, dann meinen wir Systeme, die an Hand von Parametern und einem Regelwerk Entscheidungs­grundlagen liefern sollen, die unsere Arbeit erleichtern und die menschliche Fehleranfälligkeit reduzieren sollen. Zu dieser Disziplin gehört ganz unbedingt eine Software-Engine, die „lernen“ kann, also die Ergebnisse ihrer vorherigen Entscheidungen in eine neue Entscheidungs­findung einbezieht und sich somit selbst verbessern kann (machine learning).

Wir können uns mit dieser Technologie das Leben und die Arbeit deutlich leichter machen. So nutzen Banken diese Technologie heutzutage, um Kreditvergaben effizienter zu bearbeiten und menschliche Fehlerquellen zu reduzieren.

Das Smartphone, Autos, Banken und immer mehr Häuser nutzen täglich künstliche Intelligenz; manchmal ist es offensichtlich, was sie macht, wenn Sie beispielsweise Siri bitten, Ihnen den Weg zur nächsten Tankstelle zu zeigen. Manchmal ist es weniger offensichtlich, zum Beispiel wenn Sie einen Kredit bei Ihrer Bank bekommen wollen und dieser zurückgewiesen wird, Sie sich aber als kreditwürdig und integer sehen. KI ist schon überall, und beeinflusst unser Leben täglich ganz entscheidend.

Striped Giraffe nutzt unterschiedliche Ansätze beim Einsatz von Algorithmen zur Gestaltung von KI/AI Anwendungen, beispielsweise bei der Nutzung von Daten, Mustererkennung, Wahrschein­lichkeits­berechnung, und vielen weiteren Anwendungsfällen. Dabei können wir solche Lösungen selbst implementieren oder greifen auch gerne auf Anwendungen unserer Partner zurück.

Prozesse

„If you can’t describe what you are doing as a process, you don’t know what you’re doing.“
W. Edwards Deming

Alle Bemühungen in der Digitalisierung berühren am Ende Prozessabläufe, Dinge, die wir heute manuell erledigen und morgen digital, entweder durch Menschen oder Maschinen. Die Tendenz ist klar: Alles, was wir digitalisieren können, werden wir auch realisieren.

Ein guter Ansatz in der Digitalisierung eines Unternehmens ist also, sich etwas näher mit allen Geschäftsprozessen zu beschäftigen, die tagtäglich ausgeführt werden, und diese auf ihre jeweilige Digitalisierungs­fähigkeit zu überprüfen.

Dieser zugegebenermaßen eindimensionale Ansatz ist ein guter Start-Punkt, um eine erste Road-Map für Veränderungen zu erstellen. Dies alleine wird aber nicht ausreichend sein, um tragfähige Umwälzungen vorzunehmen. Erst Überlegungen, die in Richtung neuer Geschäftskonzepte und Ideen in Verbindung mit der Digitalisierung gehen, werden den Durchbruch bringen.

Wir von Striped Giraffe sind fest davon überzeugt, dass die gesamte Transformation nur gemeinsam mit unseren Kunden zu erreichen ist. Das klassische Geschäftsmodell trifft auf digitale Innovation und nur, wenn beide Seiten Ihren Input einbringen und Konsens erzielen, werden die Ergebnisse nachhaltig und von den Mitarbeitern und Kunden akzeptiert werden.

Organisation

“You can’t build an adaptable organization without adaptable people–and individuals change only when they have to, or when they want to.”
Gary Hamel

Veränderungen innerhalb der Organisation müssen von allen Mitarbeitern getragen werden. Dies war bereits in den 80er Jahren so, als die Einführung großer IT-Systeme scheiterte und hat bis heute Gültigkeit.

Es ist natürlich viel besser, wenn Mitarbeiter sich der Veränderung öffnen und sie willkommen heißen. Aus unserer Erfahrung gelingt das aber nur, wenn man Menschen frühzeitig in alle Veränderungs­prozesse mit einbezieht. Man kann Mitarbeitern am Ende nicht einfach ein neues System oder neue Arbeitsprozesse vorsetzen und erwarten, dass dies angenommen wird; auch Schulungen werden hier nur wenig ausrichten. Es braucht Akzeptanz und dies erreicht man nur durch Integration des Personals zu einem sehr frühen Stadium, am besten bereits bei der Anforderungsanalyse. Bis zum Go-Live neuer Systeme bzw. der Einführung neuer Technologien und Prozesse sollten alle an Bord bleiben.

Die Denkweise in Unternehmen muss sich den Veränderungen, die Digitalisierung mit sich bringt, öffnen. Eine hohe Verantwortung liegt beim Unternehmen selbst, indem man Digitalisierung nicht in erster Linie deswegen betreibt, um Kosten und nicht selten Personal zu reduzieren, sondern um das Unternehmen auf die Herausforderungen des Marktes von morgen vorzubereiten und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dabei ändern sich der Aufgaben der Mitarbeiter, Schulung und Fortbildung sind wichtige Maßnahmen innerhalb der Organisation und ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg aller digitalen Bemühungen.

Ethik

Somit kommt den Unternehmen eine hohe ethische Verantwortung zu und nicht alles, was machbar ist, muss auch umgesetzt werden. Denn aus der Verwendung der neuen Technologien können sowohl positive, als auch negative Aktionen abgeleitet werden. So kann man beispielsweise mit Daten Kunden zusätzliche Services zur Verfügung stellen, die im Sinne der Kundenbindung das Geschäft sichern und die Kunden glücklich machen. Im Umkehrschluss können Daten aber auch dazu genutzt werden, um Mitarbeiter und Kunden zu überwachen und zu bevormunden.